Gelöste Stimme

Was uns verstummen lässt und was uns hilft, wieder zu klingen.

Herzlich willkommen auf meinem Blog!

Viele Menschen machen sehr früh die Erfahrung, dass ihre Stimme nicht erwünscht ist, dass sie angeblich nicht singen können, dass sie nicht so laut sein sollen und sich nicht stimmlich äußern dürfen, vor allem nicht durch Singen.

Vielleicht gehörst Du dazu?

Mit diesem Blog möchte ich Dich gerne ermutigen, Dich mit Deiner Stimme zu beschäftigen, Dich ihr anzunähern, und Dich wieder mit ihr anzufreunden. Vielleicht möchtest Du gerne singen, traust Dich aber nicht, weil Du meinst, dass Du nicht singen kannst und glaubst, dass Du es nicht lernen kannst.

Ich bin der Meinung, dass zu singen etwas ist, das uns allen gehört und uns zusteht als Mittel des Ausdrucks und der Kommunikation.

Und das fern von jeglicher Frage nach Bewertung, nach Talent, danach, ob die Stimme „schön“ klingt. Das soll uns hier gar nicht interessieren, höchstens in der Frage, was uns denn an Stimmen berührt, wie wir sie wahrnehmen, was uns wichtig daran ist. 

Etwas weiter unten auf dieser Seite findest Du noch ein bisschen mehr darüber.

Ich beschäftige mich hier also mit der Stimme im Allgemeinen und mit Singängsten im Besonderen.

Vielleicht hast Du selbst Singangst oder bist einfach nur interessiert an den Zusammenhängen zwischen Klang und Emotion, Gesellschaft und Körper, Selbstwirksamkeit und Resilienz. Das sind die Themen, die mich hier interessieren und über die ich schreibe.  Ich schreibe auch über meine eigenen Erfahrungen mit Singangst und alle dem, was damit zusammen hängt und ich beschäftige mich mit den Möglichkeiten, damit umzugehen und sie vielleicht zu lösen. Ich wünsche Dir viel Spaß und hoffentlich einige Überraschungen, interessante Informationen und bitte fühle Dich eingeladen mitzumachen und mitzusprechen! 

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Noch ein bisschen mehr darüber

Unser Verhältnis zu unserer eigenen Stimme ist oft kompliziert.

 Das Erste, was ein gerade neu geborenes Baby tut, ist zu schreien. 

Der Schrei eines Babys ist das, worauf alle anwesenden Menschen bange warten, denn es bedeutet, dass alles in Ordnung ist. Der erste Schrei ist ein Reflex, der die Atmung initiiert und in Bewegung setzt, ein Baby, das schreit, lebt.

Für den kleinen Menschen, der so hilflos ist, noch nichts kann und ausgeliefert ist, ist zu Schreien die einzige Möglichkeit zu sagen: „Ich bin da!“

Es schreit alle Bedürfnisse heraus: Ich habe Hunger, ich habe Durst. Ich brauche Aufmerksamkeit, Liebe, Zuwendung. Ich habe ein körperliches Unwohlsein. Ich bin überfordert.

Die Bedürfnisse selbst ändern sich nicht, wenn wir größer und schließlich zu erwachsenen Menschen werden. Nur die Art und Weise, wie wir sie mitteilen.

Wenn alles in Ordnung ist und gut läuft, lernen wir zu sprechen. Wir lernen, die Stimme nicht nur zum Schreien zu nutzen, sondern uns durch Worte, aber auch durch das Heben und Senken der Stimme mitzuteilen. Wir lernen die Kommunikation auch durch den Subtext der Sprachmelodie.

Unsere emotionalen Umstände teilen sich auch dann noch weiter durch die Textur der Stimme mit, wenn wir die Sprache selbst schon längst beherrschen: Wir heben sie, wenn wir fröhlich sind, wir senken sei, wenn wir ernsthaft sind. Eine gepresste Stimme zeugt von unserem Unwohlsein, sie zittert bei Angst, sie gluckst bei Gelächter.

Zu dieser wunderbaren Möglichkeit der Kommunikation haben wir ein weiteres kleines Bonbon mitbekommen: Die Flexibilität dieses Stimmorgans, diese Fähigkeit, mit mehr als Worten zu kommunizieren, ermöglicht es uns, das Instrument Stimme für etwas Weiteres, sehr schönes zu nutzen: Wir können singen!

Und hier kommen oft Erfahrungen ins Spiel, die uns dieser Möglichkeit berauben: „Sei nicht so laut!“ „Du kannst ja keinen Ton halten!“ „Du klingst schrecklich!“. Diese Sätze sitzen! Sie verletzen uns an einer Stelle, die von uns als Person nicht zu trennen ist! 

„Person“ kommt vom lateinischen personare und das heißt „durchklingen“. Wenn unsere Stimme kritisiert wird, dann sind wir kritisiert, wir können das nicht trennen. Wir SIND unsere Stimme.

Und oft entwickeln wir Glaubenssätze, die uns Leben lang begleiten können:  „Ich darf nicht laut sein!“ „Niemand möchte mich hören!“.

Dazu kommen viele Mythen, die sich rund um das Singen immer weiter durch unsere Gesellschaft tragen: „Singen muss man können, lernen kann man das nicht.“ „Singen dürfen nur Menschen, die das richtig gut können“. Auch Sätze wie „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ halten sich hartnäckig, obwohl mittlerweile bewiesen ist, dass unser Gehirn ein Leben lang neue Erfahrungen speichern kann und dass bis ins hohe Alter gelernt werden kann!

Mit diesem Blog möchte ich mich an Menschen wenden, die solche Erfahrungen gemacht haben, die über sich „gelernt“ haben, dass sie nicht singen könnten, dass sie nicht gehört werden sollen, dass sie unmusikalisch wären. Und die doch spüren, dass sie sich gerne mit ihrer Stimme äußern möchten, über bloße Worte hinaus. Denn manche Dinge können nicht gesagt werden. Aber gesungen.

Also die Menschen, die ihre Stimme gerne lösen möchten von all dem, was sie verstummt und verschreckt und in vielen Fällen auch gekränkt hat.

Sich mit der eigenen Stimme und ihrer Lösung zu beschäftigen bedeutet auch immer, sich auch auf anderen Gebieten zu lösen. Denn wenn wir uns mit unserer Stimme anfreunden und lernen, sie zu akzeptieren, wenn ihre Möglichkeiten entdecken und das, was sie für uns tun kann, dann können wir Verbindungen wieder herstellen, die möglicherweise gelitten haben: zu uns selbst und auch zu anderen Menschen.

Mein Wunsch ist es, dass Du Dich ermutigst fühlst, Dich darauf einzulassen, vielleicht als ersten Schritt, um Dich Dir selbst anzunähern. Ich wünsche mir, dass Du Dich hörbar machst, dass Du Dir selbst Stimme gibst, um Dich mitzuteilen. Trete gerne mit mir in den Kontakt, wenn Du den Wunsch danach hast, Dich auszutauschen.

Also noch einmal: Herzlich willkommen auf meinem Blog, es ist schön, dass Du hier bist!

 

 

Und hier kannst Du noch ein bisschen weiter darüber lesen, was ich unter einer verschreckten und einer gelösten Stimme verstehe.

 

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