Gelöste Stimme

Der nervige Beschützer

Der nervige Beschützer

Au wei! Gefahr!

Wir kennen das alle, nicht wahr? Momente, in denen uns das Herz sonst wo klopft, in denen Blutdruck und Atmung einen kleinen Samba tanzen und wir einen so trockenen Mund haben, dass uns die Zunge am Gaumen pappt. Wir denken entweder rasend schnell oder überhaupt nicht. Wir wünschen uns jemanden, der schnell die Vorspul-Funktion klickt, oder doppelte Geschwindigkeit, oder irgendetwas – um Himmels willen!!- das uns möglich schnell aus dieser Situation heraus bringt!

Oh ja! Wir kennen das!

Und um uns das nochmal so richtig zu vergegenwärtigen, stellen wir uns folgende Situation vor:

Du bist in der 9. Klasse. Alles ist irgendwie schwierig zur Zeit, Du bist kein Kind mehr, Du bist noch nicht erwachsen. Die, die erwachsen sind wissen auch nicht so recht, wie sie mit Dir umgehen sollen, Du zumindest findest sie schwierig, auf jeden Fall peinlich, sie stehen Dir im Weg und außerdem haben sie die Autorität.

Und Du Musikunterricht…

Musik.

Das ist ein Fach, das Du irgendwie auch nicht einordnen kannst, denn Musik ist ja etwas, das Dir sehr wichtig ist. Seit ein paar Jahren schon entwickelt sich Dein Geschmack, Du identifizierst Dich über die Musik, über die Künstler:innen, über die Message. 

Wenn Du Glück hast, dann versucht der Musikunterricht das aufzugreifen.

Wenn Du kein Glück hast, dann hast Du da eine Lehrperson, die sich für brillant hält, wenn sie ein Mal pro Halbjahr pubertierend Jugendliche vor der ganzen Klasse einzeln vorsingen lässt, um sie anschließend zu benoten. 

Du hast kein Glück.

Du weißt ganz genau: wenn es in Richtung Zeugnisse geht, wirst Du vorsingen müssen.

Klar sitzen alle anderen auch in diesem Boot, aber manche können das ganz gut und es macht ihnen nichts aus.

Aber Du nicht. Du triffst keinen einzigen Ton. 

Vielleicht macht Deine Stimme in letzter Zeit auch Dinge, die Du nicht beeinflussen kannst. Manchmal kiekst sie und das ist Dir total peinlich (ja, wir alle kommen in den Stimmbruch, auch die Mädchen!). Vielleicht lachen manche, wenn Dir das passiert. 

Aber so oder so: Du bist ja gerade sowieso nicht so richtig eins mit Dir und der Welt.

Und wenn dann der besagte Tag kommt, dann wachst Du schon mit einem Knoten im Magen auf. Auf dem Weg zur Schule klopft Dein Herz bereits den Rhythmus des Debakels. In der dritten Stunde wird es so weit sein und bis dahin kannst Du Dich überhaupt nicht konzentrieren, Du bist unruhig und schwitzt noch stärker, als zurzeit sowieso immer. Super!

Die dritte Stunden ist angebrochen, im Musikraum sitzen schon alle mit angespannten Gesichtern, die Schultern hochgezogen die einen, aufgeregt nach vorne gebeugt die anderen. 

Du merkst, wie Dein Herzschlag sich noch mehr beschleunigt, die Angst kriecht Dir durchs Gebein und Deine Kehle schnürt sich zu. 

Du bist kurz vor einer Ohnmacht und bekommst gar nicht mit, wie andere sich durch die Situation kieksen, stottern, atmen oder tatsächlich singen. 

Du siehst nur Dich selbst und Du spürst nur die eigene Panik, wünschst Dir, jemand würde vorspulen oder einfach Amok laufen, alles wäre Dir in diesem Moment recht. 

Deine Ohren rauschen und Du hörst nichts mehr, als den eigenen Herzschlag. Dann wirst Du aufgerufen….

Das mal als mögliches Szenario. Hört sich gut an, was?

Ein Märchen? Du würdest staunen, wie viele Menschen mir genau diese Szene beschreiben! Vielleicht erzähle ich sogar Deine Geschichte damit? Oder fast? Dann tut mir das sehr leid, dass Du so etwas Schlimmes erleben musstest!

Disclaimer für die guten Musiklehrer:innen: ich weiß, dass ihr toll seid und so etwas niemals tun würdet! Es gibt viele von euch! Macht weiter so! 

 

Meet your Cortex

Wir können in solchen Situationen nicht gut abstrahieren, wenn sich alles bedrohlich anfühlt. Es ist sehr schwer (aber nicht unmöglich), sich von diesen Gefühlen zu distanzieren und eine rationale Position einzunehmen.

Und das hat einen guten Grund!

Um das zu verstehen, schauen wir uns doch mal an, wofür Angst eigentlich gut ist und wie sie funktioniert und für uns arbeitet.

 Von einem erwachsenen, rationalen Standpunkt aus gesehen wissen wir ja auch so, dass wir uns besser nicht in gefährliche Situationen begeben, idealerweise haben wir ja schon gelernt, dass es gefährlich ist, auf eine viel befahrene Straße zu laufen, auf einer Klippe Akrobatik zu üben, einen brennende Zigarette in einen vollen Papierkorb zu werfen (idealerweise…). Wozu diese heftigen körperlichen Reaktionen, wenn wir all das doch bereits wissen?

 

Weil der bewusste Teil unseres Gehirns so überaus gesprächig ist!

Bevor auf einer rationalen Ebene verstanden haben, dass Gefahr droht, ist es vielleicht zu spät. Denn wir sind auf der rationalen Ebene nicht die allerschnellsten. Unsere Denkprozesse brauchen Zeit. Eine Millisekunde kommt Dir vielleicht nicht wie eine Ewigkeit vor, aber in einer brenzlichen Situation kann das genau den Unterschied bedeuten zwischen überleben und aufgefressen zu werden.

Ich bemühe hierfür mal das Lieblingsbeispiel der meisten, die darüber schreiben: Du gehst durch die wilde Savanne und begegnest einem Geschöpf, dass zumindest kein anderer Mensch ist, wenn Du auch noch nicht genau weißt, was es ist.

Es hält sich eher waagerecht, statt senkrecht, es hat viel mehr Fell als Du, oh, es ist gestreift dieses Fell, das ist aber hübsch, vielleicht würde es Dich auch gut kleiden? Na gut, die Zähne sind ein bisschen lang und spitz und vielleicht tut es weh, damit in Berührung zu kommen, und überhaupt, da gab es doch letztens diesen Vorfall mit Onkel Urps, wie war das denn nochmal, er kam nicht zurück von seinem Streifzug und Cousine Rrgar hat von weitem beobachtet, wie so ein Wesen….

Dieses oder ein ähnliches Palaver würde in Deinem Cortex abgehalten werden, wenn er gelassen würde. Der Cortex ist Deine Großhirnrinde, in der die rationalen Prozesse stattfinden.

Der Säbelzahntiger (der sich sicherlich nicht ablenken lässt, denn sein Cortex ist nicht so gesprächig wie Deiner), hat Dich bereits in der Hälfte dieser Zeit gerochen, erspäht, die Entfernung und die nötige Geschwindigkeit errechnet, hat Dein zartestes Filetstück ausgemacht, eingekreist, zubereitet, nachgewürzt und verspeist, noch bevor Dein Cortex fertig ist, diese Diskussion mit Dir zu Ende zu führen.

Und glaub mir bitte: Dein Cortex würde diskutieren! Er diskutiert in jedem Moment, in dem es eine Entscheidung zu treffen gilt, er diskutiert, was das Zeug hält: These, Hypothese, Einwand, Fußnote, Korrekturfahne, Layout, Index, Lesung, Kritik und Rezensionen, all das inklusive und das meiste davon bekommst Du nicht mal bewusst mit. Wenn wir schon mal eine Bundestagsdebatte verfolgt haben, dann wissen wir: Jede Diskussion braucht enorm viel Zeit und Energie! 

Deswegen gibt es noch andere Systeme in Deinem Körper, die anspringen, sobald uns ein Meeting mit unserem Cortex in eine lebensbedrohliche Lage bringen würde.

Die Mandel der Macht

Da ist zum einen die Amygdala, das heißt Mandelkern und sie heißt so, weil sie eben diese Form einer Mandel hat. Die Amygdala gehört zum limbischen System und ist tatsächlich ein ganzer Komplex in unserem Gehirn und ist für verschiedene Funktionen zuständig. Die Funktion, die uns hier interessiert ist die Verarbeitung externer Reize und die Koordination unserer Reaktionen bei Angst. Sie ist an der Analyse und Bewertung von Gefahr beteiligt und leitet eine vegetative Reaktion darauf ein.  

Was bedeutet das?

 

Sie befiehlt unserem vegetativen Nervensystem eine Reaktion auf die Gefahrenlage.

 

Unser vegetatives Nervensystem ist eine Komponente unseres sehr großen und weit verzweigten Nervensystems, das auch „autonomes“Nervensystem genannt wird, weil es uns und unseren Cortex schlichtweg nicht braucht, um zu funktionieren.

Im Gegenteil, wir würden nur stören. 

Und wir wollen auch gar nicht alles bewusst steuern.

Zum Beispiel obliegt es diesem Nervensystem, die Verdauung zu steuern und ich will lieber über Dich und Deine Singangst nachdenken, als meinen Darm dabei zu beaufsichtigen, wie er die Pommes von gestern Abend in einzelne Kohlehydratpartikel zerlegt, damit sie woanders deutlich sichtbar als Energiespeicher hinterlegt werden können… 

Dieses Nervensystem also bekommt von der Amygdala den Befehl, auf die Gefahr zu reagieren und was macht es damit?

In unsrem Körper gibt es verschiedene Einstellungsmöglichkeiten (wie bei einem Föhn oder einer Mikrowelle). Es sind Reaktionsschemata, die es uns ermöglichen entweder zu kämpfen, zu fliehen oder zu erstarren.

„Fight or flight“ heißt es da. Oder „Freeze“.

Je nachdem, was angebracht ist und meines Wissens haben verschiedene Menschen verschiedene Präferenzen, was sie in dem Moment eher tun. Ich persönlich neige zum Einfrieren, andere eher zum Abhauen, manche nehmen aber auch den Kampf auf.

Kannst ja mal überlegen, was den größten Erfolg verspricht in Anbetracht einer akuten Säbelzahntigersituation.

Zur Einstellung auf die jeweilige Gefahrenreaktion gehört es, die Ressourcen unseres Körpers anzuzapfen und gleichzeitig alles still zu legen, was einer Lebensrettung im weg steht:

Die Sinnesorgane schärfen sich, die Pulsfrequenz steigt, das Herz klopft, die Muskeln spannen sich an. Der Körper ist startklar. In extremen Situationen entledigt er sich aller störenden Substanzen, damit wir leichter werden, falls wir rennen müssen (heißt: wir nässen uns ein). Das Schmerzempfinden stellt sich ab, damit wir notfalls mit gebrochenem Knöchel rennen können. Adrenalin ist unser Hormon-Freund in dem Moment, und wir sind voll davon. Und komplett bereit unser Leben zu retten, komme was wolle. 

Da brauchen wir unser Bewusstsein nicht, das werfen wir ebenso ab, wie alles andere, es hat da kein Mitspracherecht und das ist es, was uns rettet.

Es gibt natürlich viele Verzweigungen und Zusammenhänge, die zu erklären hier zu aufwändig wäre und den Rahmen sprengen würden (vorausgesetzt ich würde das alles selbst komplett verstehen, was ich zugegebenermaßen nicht tu). Aber um die grundlegenden Dinge zu klären, darf diese Verkürzung und Vereinfachung erstmal genügen.

So. Ist die Angst also unser Freund? Definitiv!

Und was, wenn der Säbelzahntiger aussieht wie ein Musiklehrer?

 

Nun ja, okay, in diesem Moment nehmen wir mal noch ein anderes Bild dazu.

Wieder Savanne. Diesmal ein Gruppenmeeting mit der Sippe.

 Du hast etwas ausgefressen, das die ganze Sippe in Gefahr gebracht hat und nun musst Du Dich verantworten. Alle sitzen oder stehen da und alle Augen sind auf Dich gerichtet, während über Dein Schicksal entschieden wird.

Da Du selbst eine Gefahr für das Überleben der gesamten Gruppe darstellst, erklärt Dich das Gremium, das für die Rechtsprechung zuständig ist, für schuldig und erteilt die Höchststrafe: Ausschluss aus dem Sippenverband. 

Und das kommt einer Todesstrafe gleich, denn Du als kleines nacktes Menschlein ohne Fell und Säbelzähnen bist auf die Gruppe angewiesen, um zu überleben. Aber Du musst nun gehen.

 

Und das erste Wesen, dem Du begegnest, ist der Musiklehrer.

Wer Ist hier der Tiger?

Eine sehr wichtige Frage an Dich:

Glaubst Du, dass Dein System es zulassen würde, dass sich z.B. Deine Stimmlippen über die Atemwege legen und sie damit verschließen, wenn es eigentlich gilt wegzurennen, um Dein Leben zu retten?

Oder ist es nicht viel logischer, dass Dein Körper alles tut, um die Atemwege freizulassen, die Stimmlippen aus dem Weg zu halten?

Noch einmal: dein Körper tut alles, um Dich in die Position zu bringen, überleben zu können.

Was die Situation angeht, so unterscheidet er nicht unbedingt zwischen echter Lebensbedrohung und Situationen, die „nur“ unangenehm sind, wie ein Vorsingen vor der ganzen Sippe / Klasse. Es kommt immer auch noch darauf an, wie Du diese Situationen wahr nimmst, also auch auf Deine Konditionierung, Deine Vorerfahrung, das, was Du bisher im Leben gelernt hast.

Wenn Deine Amygdala Gefahr wahrnimmt, dann reagiert sie darauf.

Was will ich Dir damit sagen?

Es scheint mir nicht Deine Schuld zu sein, dass Du in so einem Moment nicht fröhlich Deine Stimmlippen aneinander reiben kannst!

Es scheint eher so zu sein, dass niemand aus solchen Momenten heraus eine zuverlässige Aussage über Deine Stimme und Dein Singvermögen treffen kann.

Und dass eine Bewertung aus dieser Lage heraus eher eine sadistische Gemeinheit ist, als eine gute Grundlage, Noten zu verteilen.

Dass so eine Situation vor allem dazu geneigt ist, Dir für immer den Spaß am Singen zu nehmen!

 

Wie unglaublich gemein!

 

Wir werden dem Musiklehrer mal in diesem Moment nicht das gestreifte Fell über die Ohren ziehen, denn wahrscheinlich hat er das nicht bewusst gemacht. Was nicht wirklich eine Entschuldigung ist, aber zumindest unterstellen wir keine böse Absicht. 

Oder allen anderen, die unbedarft und ohne Arg eine Bewertung unserer Stimme vornehmen und dabei voll ins Schwarze treffen.

Leider ist den meisten nicht bewusst, wie traumatisch es sein kann, wenn die eigene Stimme achtlos abfällig bewertet wird. Wird mal langsam Zeit, dass das ins Bewusstsein der Leute einsickert!

 

Also noch einmal in kurz, klar und deutlich:

Es ist schlicht nicht möglich, schön und klar und geradeaus zu singen, wenn Du Angst hast!

Wo ist der Ausgang?

Was aber kannst tun, wenn Du Dich in so einer Situation wieder findest, in dem Dir Dein System zubrüllt, dass Du fliehen sollst?

Die Schönheit liegt darin, dass wir eben nicht nur das vegetative Nervensystem haben. Wir bestehen natürlich aus mehr, als nur aus einem einfachen Reiz-Reaktions-Schema. 

Wenn wir feststellen, dass wir doch nicht in Lebensgefahr schweben, können wir eingreifen, indem wir unser Bewusstsein und den gesprächigen Cortex in den inneren Meetingraum holen und eine Entscheidung treffen, wie wir uns verhalten möchten.

Man nennt es auch die „Gap zwischen Reiz und Reaktion“.

Und wo ist diese Tür durch die wir in den Meetingraum eintreten können?

Nun ja, hier kommt die Schönheit unserer  Systeme:

Manche körperlichen Prozesse werden zwar AUCH vom vegetativen Nervensystem reguliert, aber NICHT NUR. 

Und ein Prozess interessiert uns hier ganz besonders:

Die Atmung, das wunderbare Ding!

Wir haben hier den Luxus und entscheiden zu dürfen, ihn einfach gehen zu lassen, wie er eben geht: ein und wieder aus.

Oder wir entscheiden uns, einzugreifen. Wir können die Luft anhalten, wenn wir unter Wasser tauchen und das ist auch besser so. Und wir können ihn bewusst fließen lassen. Einatmen, wenn er stockt, ausatmen, wenn er z.B. aus Angst eingehalten sein will.

Wir können ihn nutzen, um uns zu beruhigen, um die Pulsfrequenz zu verringern, die Muskulatur zu entspannen, den Fokus auf uns zu richten, um uns zu überzeugen, dass wir in Sicherheit sind. Ein und aus.

Und wenn wir wieder beruhigt sind, gibt es noch eine sehr sehr gute Nachricht, die wir mal durch unser System klingen lassen können:

Das ganze gilt nämlich auch umgekehrt!

Ja stimmt: 

Du hast Angst, also kannst Du  nicht singen.

UND

Du singst, also kannst  Du keine Angst haben!

Zu singen hilft genau diesem Prozess der Beruhigung des vegetativen Nervensystems. Es verringert die Pulsfrequenz, es beruhigt den Atem. Durch die Resonanzen, die durch unser Gewebe dringen, wird es gelockert, werden die Nerven beruhigt, der Adrenalinspiegel senkt sich.

Ich kann Dir nur raten, das mal auszuprobieren! Wenn Du es Dir erlauben kannst zu Tönen und einmal nachzuspüren, was das mit Deinem Körper macht, dann nimm Dir einen Ton vor, vielleicht ein Brummen, ganz egal. Der darf klingen, wie er möchte, darauf kommt es gar nicht an. Wenn Du nicht gehört werden möchtest, dann mach den Föhn oder den Staubsauger an. 

Gib Dir Zeit dafür. Wenn Dir allein der Gedanke daran schon Angst macht, dann atme erst einmal. Ganz bewusst in den Bauch, wie man so schön sagt. Du kannst auch in Deine Zehen atmen, wenn es Dir hilft. 

Setze Dich einen Moment hin, auf einen Stuhl, lege die Handflächen auf Deinen Oberschenkeln ab, reibe sie ein paar mal hin und her, fühl den Stoff Deiner Hose an Deinen Handflächen.

Dann atme ein und fühle die Luft einströmen. Nase oder Mund, ganz egal, was sich richtig anfühlt.

Ein paar Minuten genügen und Deine Angst wird sich lockern. 

Und wenn Du es dann wagst, dann töne ein bisschen. Einfach nur, um herauszufinden, ob ich Quatsch erzählt habe. 

Und in der nächsten inneren Musikstunde setzt Du Dich hin und machst das so: atmen, brummen, tönen, summen. Vor dem nächsten Vortrag, der nächsten Prüfung, vor einem Beziehungsgespräch oder Zoobesuch.

Und dann kannst Du mir sehr gerne erzählen, wie das für Dich war.

Und hier noch eine kleiner Übungsvorschlag bei akuter Angst:

Hast Du Gedanken zu meinem Beitrag? Oder eine Ergänzung, vielleicht eine ganz andere Meinung oder neue Ideen dazu? Dann lass es mich gerne wissen, ich freue mich auf den Austausch mit Dir!

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